Aktualisiert am 21. September 2026
Ein gut gewählter Nachttisch macht die kleinen Handgriffe am Abend leichter: ein Buch ablegen, das Licht ausschalten oder nach einem Glas Wasser greifen. Zugleich bringt er Ruhe in die Gestaltung des Schlafzimmers. Messen Sie vor dem Kauf das Bett und die freie Fläche aus und überlegen Sie, was Sie wirklich griffbereit haben möchten.
Wie hoch sollte ein Nachttisch sein?
Als Orientierung sollte seine Oberfläche ungefähr auf Höhe der Matratzenoberkante liegen. So sind die wichtigsten Dinge bequem erreichbar, und das Gesamtbild wirkt ausgewogen. Eine feste Standardhöhe gibt es nicht: Hohe Matratzen und Betten mit Stauraum verändern die Maße. Messen Sie vom Boden bis zur tatsächlichen Liegefläche und nicht nur bis zum Bettrahmen.
Ein paar Zentimeter Unterschied sind meist unproblematisch. Probieren Sie im Sitzen oder Liegen aus, ob Sie ein Buch ablegen und den Lichtschalter erreichen können, ohne sich zu verrenken.

Breite und Platz neben dem Bett
Der Nachttisch sollte zum Bett passen und genug Bewegungsfreiheit lassen. Prüfen Sie, ob sich Schubladen und Türen öffnen lassen, ohne an Wand, Schrank oder Bettdecke zu stoßen. Ein großes Bett verträgt einen etwas kräftigeren Nachttisch; in einem schmalen Zimmer sind ein leichtes Modell, ein schwebendes Regalbrett oder eine Wandleuchte oft die bessere Wahl.
Markieren Sie die geplante Stellfläche mit Kreppband auf dem Boden. So sehen Sie schnell, ob der Weg um das Bett bequem bleibt.
Die richtige Beleuchtung am Bett
Eine Tischleuchte braucht neben ihrem Fuß Platz für Buch und Wasserglas. Der Schalter sollte gut erreichbar sein, das Licht die Leseseite erhellen, ohne zu blenden. Eine zu große Leuchte nimmt die gesamte Ablage ein. Eine Wandleuchte oder Pendelleuchte hält die Fläche frei; denken Sie auch an Steckdose und Kabelführung.

Wie viel Stauraum brauchen Sie?
In einer Schublade verschwinden Brille, Ladekabel und andere Kleinigkeiten. Ein offenes Fach hält Bücher bereit und wirkt luftiger. Wenn Sie nur eine Lampe abstellen möchten, reicht vielleicht eine einfache Konsole. Wählen Sie keinen sperrigen Schrank, nur weil Stauraum praktisch klingt, wenn Sie ihn gar nicht benötigen.
Material, Oberfläche und Pflege
Denken Sie an den Alltag: Ein Wasserglas kann auf unbehandeltem Holz Ränder hinterlassen, während Glas Fingerabdrücke zeigt. Ein Untersetzer und die zum Material passende Reinigung schützen die Oberfläche. Auch eine Truhe, ein stabiler Korb oder ein Stuhl kann als Nachttisch dienen – vorausgesetzt, Höhe und Standfestigkeit stimmen.

Stil: Müssen beide Nachttische gleich sein?
Ein identisches Paar schafft Symmetrie, ist aber kein Muss. Zwei unterschiedliche Stücke können ebenso harmonisch wirken, wenn Farbe, Material, Form oder Proportion sie verbinden. Bett, Leuchten und Leinenbettwäsche geben dem Raum einen roten Faden. Lassen Sie genug freie Fläche, statt jede Ecke mit Dekoration zu füllen.
Checkliste vor dem Kauf
- Matratzenhöhe und freien Platz auf beiden Bettseiten messen.
- Durchgang sowie Schwenkbereich von Türen und Schubladen prüfen.
- Platz für Leuchte, Steckdose und Lesestoff einplanen.
- Schublade, offenes Fach oder freie Ablage nach Bedarf wählen.
- Standfestigkeit, Oberfläche und Pflege berücksichtigen.
- Auf ausgewogene Proportionen und ein verbindendes Detail achten.

Häufige Fragen
Darf der Nachttisch höher oder niedriger als das Bett sein? Ja. Entscheidend ist, dass Sie alles bequem erreichen. Die Matratzenhöhe ist eine Orientierung, keine starre Regel.
Brauche ich zwei gleiche Nachttische? Nein. Unterschiedliche Modelle wirken stimmig, wenn ein gemeinsames Gestaltungselement erkennbar ist.
Was eignet sich für ein kleines Schlafzimmer? Ein schmales oder schwebendes Regal und eine Wandleuchte können den Durchgang freihalten.
Ist eine Schublade notwendig? Nur wenn Sie Kleinigkeiten verstauen möchten. Für einen aufgeräumten, reduzierten Look genügt auch eine freie Ablage.